Geschichte
1676 Ankauf von Feldern zwischen Strehlen, Gruna und Pirnaischer Vorstadt für ein 700 x 700 Ellen großes Mittelfeld als Grundstock für den Großen Garten, Beginn mit der Anlage als kurfürstlicher Jagdgarten nach Plänen des Hofgärtners Martin Göttler
1677/78 Zweistufige Erweiterung der Gartenfläche auf 1700 x 1700 Ellen
1676-1683 Palaisbaus unter Leitung von Oberlandbaumeister Johann Georg Starcke
ab 1683 Umgestaltung des Gartens im streng geometrischen französischen Stil durch Oberlandbaumeister Johann Friedrich Karcher
1684-1694 Errichtung von acht Pavillonbauten (Kavaliershäuser) um das Palais
um 1693 Gartenanlage erhält die heute noch erkennbare rechteckige Grundform
1698 Beseitigung der alten Pirnaischen Landstraße, die durch den Park führte, sowie Anlage einer neuen Straße nach Pirna (heute Stübelallee)
1699-1719 Entstehung der Parterre- und Boskettanlagen um das Palais sowie des Palaisteiches und des Fasanengeheges
1718 Bau einer 2 Meter hohen Mauer zum Schutz der Fasane (mit 4 Eingängen und Torhäusern)
1719 Anlage des Naturtheaters (Parktheater am Palais), des Heckenlabyrinths, der Ringrennbahn, der Orangerie, des Venustempels und einer Schießhütte
um 1720 Ausschmückung des Gartens mit zahlreichen Sandstein- und Marmorplastiken (ca. 1500 Stück)
um 1729 Aufstellung der Skulptur »Die Zeit raubt die Schönheit« von Antonio Corradini im Großen Garten (vorher am Holländischen Palais)
vor 1735 Aufstellung der Üppigkeitsvase von Antonio Corradini
1730 Unterbringung der Antikensammlung in 4 Kavaliershäusern
1758 Fluchtort für ca. 3.000 obdachlose Dresdner aus den durch Brand im Siebenjährigen Krieg zerstörten Vorstädten
1760 Im Siebenjährigen Krieg wurden Gebäude und Parkanlagen zerstört, Skulpturen wurden zerstört und teilweise entwendet
ab Ende 1760 Wiederherstellung der gesamten Anlage einschließlich eines Geheges für 2000 Fasane durch Oberlandbaumeister Julius Heinrich Schwarze
ab 1764 teilweise Umgestaltung zu einem englischen Park durch Hofgärtner J.G. Hübler
1813 im Napoleonischen Befreiungskrieg (Schlacht von Dresden) wurden Gebäude und Parkanlagen zerstört
1814 Umgestaltung des Gartens im romantischen Stil durch Hofgärtner Johann Gotthelf Hübler, Abtragung der Mauer und Öffnung des Großen Gartens für die Bevölkerung durch Generalgouverneur Fürst Repnin Wolkonski
1815 Aufgabe der Fasanenzucht, Anlage einer Obstbaumschule, Einrichtung der »Großen Wirtschaft«
1829 Erneuerung des Palais
ab 1830 weitere vorwiegende wirtschaftliche Nutzung zur Holzgewinnung, Seidenraupenzucht, Fischzucht, Gartenbau sowie als Düngerabladeplatz und Laubstreuquelle für Gärtnereien usw.
um 1840 Einrichtung eines Museums im Palais durch den Altertumsverein
1861 Ausgliederung eines Grundstücks (12,8 Hektar) für die Anlage des Zoologischen Gartens unter Peter-Joseph Lenné
1863 Aufstellung der steinernen Löwen von Christian Gottlieb Kühn an der Querallee
ab 1873 Obergärtner Johann Carl Friedrich Bouché übernimmt die Leitung des Großen Gartens (Schüler des berühmten Gartengestalters Lenné).
1881/86 Umwandlung einer Kiesgrube zum Carolasee
1887 Erste internationale Gartenbauausstellung
1889 Beginn der Anlage des Botanischen Gartens auf 3 Hektar des Großen Gartens an der Stübelallee
1890 Bouché erwirbt 15 Hektar Grunaer Wiesenland von einer privaten Baugesellschaft. Damit Vergrößerung und Umgestaltung des Gartens unter Beibehaltung seiner historischen barocken Grundstruktur, Anlage neuer Wege und Spielplätze.
1894 der Neue Teich wird angelegt
1895 Bau der Gaststätte "Carolaschlösschen" und Anlage des Rhododendronhains
1896 Gartenbauausstellung und Einweihung des Ausstellungspalastes auf dem damaligen Stübelplatz
um 1900 Es gab über 30 Kilometer Wege, auch Radfahrwege.
um 1907 Gartenbauausstellung
1926 die Gartenbauausstellung verändert das Erscheinungsbild der Gartenanlage sehr, die Aufstellung des Mosaikbrunnens nach dem Entwurf von Hans Poelzig zeugt von Impulsen der Moderne
1928/1930 In der Verlängerung der Hauptallee gelegen präsentiert sich das Hygienemuseum als point de vue.
1936 Der Brunnen mit der Plastik »Siegfrieds Tod« wird im Zusammenhang mit der Reichsgartenschau an aufgestellt.
Februar 1945 Zerstörung aller Gebäude und der Gartenanlage durch Bombenangriffe
1946 erste Aufräumungsarbeiten und Neugestaltung unter Gartenbauinspektor Kurt Giert und erste Erhaltungsarbeiten am ausgebrannten Palais
1950 Einweihung der Pioniereisenbahn (heute Parkeisenbahn), Beginn der Umgestaltung zum Volks- und Erholungspark
1951 der Dahliengarten wird angelegt
1954/57 Bau des Freilichttheaters »Junge Garde«
1955 Einweihung des »Puppentheaters Sonnenhäusel«
1954/55 Wiederaufbau von 5 Kavaliershäusern, Sicherungs- und Aufbauarbeiten am Palais
1969 Abriss der beiden Torhäuser
1976 das Parktheater wird rekonstruiert
1983 die Abschlussveranstaltung des Kirchentages findet mit etwa 100.000 Teilnehmern auf der Drachenwiese des Großen Gartens statt
seit 1984 Rekonstruktion des Palais
1993 Übernahme der Trägerschaft durch den Freistaat Sachsen ("Staatliche Schlösser und Gärten Dresdens"), Restaurierung des Mosaikbrunnens
1993-1999 weitere Wiederaufbau-, Restaurierungs- und Gestaltungsarbeiten (Skulpturen, Torhäuser, Carolasee, Carolaschlößchen)