mobiler Reiseführer
Der preußische Gartendirektor Peter Joseph Lenné sagte:
Nichts gedeiht ohne Pflege; und die vortrefflichsten Dinge verlieren durch unzweckmäßige Behandlung ihren Wert.
Der Große Garten in Dresden
Die zwei Quadratkilometer große historische Parkanlage bietet vielfältige Erholungsmöglichkeiten. Ein verzweigtes Wegenetz lädt zu Spaziergängen unter hunderte Jahre alten Bäumen ein. Man kann eine Fahrt mit der Parkeisenbahn unternehmen, mit dem Boot über den Carolasee rudern, ein Konzert in der Freilichtbühne Junge Garde geniessen, sowie den Zoo oder den Botanischen Garten mit 9000 Pflanzenarten aus allen Klimazonen, Sukkulentenhaus und Großem Tropenhaus besuchen. Im Zentrum des Parks liegt das Palais im Großen Garten, ein 1678 bis 1683 errichtetes barockes Lustschloß mit Palaisteich und Kavaliershäusern.
Der Große Garten liegt nur 1500 Meter vom barocken Stadtzentrum Dresdens entfernt. In nicht einmal 10 Minuten erreichen sie die älteste und größte Parkanlage der Stadt von der Frauenkirche zu Fuß.
Der erste Gartenplan, der 1676 durch den Hofgärtner M. Göttler entstand, sah bereits als Mittelpunkt der Anlage ein Palais vor. Während im gleichen Jahr die ersten Felder für den künftigen Park angekauft wurden, begann der Bau des Palais unter der Planung des Oberlandesbaumeisters J. G. Starcke erst zwei Jahre später. Er gilt als frühester barocker Palaisbau Dresdens und diente dem wettinischen Hof zunächst als Stätte für Spiele, Theater und Jagdessen.
Mit dem Jahre 1683 begann nach Plänen Karchers die Umgestaltung des Gartens, die auch eine Ergänzung des Palaisbaus mit acht Kavaliershäusern mit sich brachte. Parterre- und Boskettenanlagen entstanden, 1715 wurden Palaisteich und Gartenparterre, in den folgenden Jahren Remisen zur Fasanenaufzucht angelegt. Der barocke Gartenplan wurde vermutlich 1719 abgeschlossen und bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts beibehalten.
Unter dem Generalgouvernement des russischen Fürsten Repnin-Wolkonski setzte man eine eigene Behörde für den während der Kämpfe 1813 verwüsteten Park ein. Der Garten wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der Gartenarchitekt Lenné entwarf im Rahmen einer Gesamtgestaltungs-Konzeption Bürgerwiese und Zoologischen Garten. Weitere Ideen des Gartendirektors Bouché flossen ebenfalls ein. Die barocke Grundstruktur blieb jedoch gewahrt, wenn auch einzelne Bereiche großzügig umgeformt wurden.
Die Eröffnung des Botanischen Gartens sowie Gartenbauausstellungen verschafften dem Großen Garten europaweite Resonanz im 19. und 20. Jahrhundert. Bombenangriffe gegen Ende des 2. Weltkrieges richteten in den Gartenanlagen, an Gebäuden und Skulpturen erhebliche Schäden an.
Aufwendige Restaurierungsarbeiten lassen jedoch den alten Glanz in Teilen wiedererstehen. Neuerungen wie die Parkeisenbahn, eine Freilichtbühne und ein Puppentheater erhöhen die Attraktivität als Naherholungsgebiet für Besucher aus Dresden und Umgebung.
The Great Garden of Dresden
Situated not far from Dresden city centre, the Great Garden spreading over some 200 hectares. represents the oldest and largest park site in town.
The first design for the garden, created by the Royal Gardener M. Göttler in 1676, already envisaged a palace as its centre piece. While the first fields for this project were acquired in the same year, construction of the palace itself, as planned by Supreme Architect J. G. Starcke, only began two years later. It is regarded as the earliest example of baroque palacial architecture in Dresden, being used by the House of Wettin as a location for games, theatrical performances and hunting feasts.
In the year 1683 the reshaping of the garden began, following designs by Karcher that included the addition of eight cavalier lodjes to the palace layout.
Parterres and hedged gardens ytfkre built, in 1715 the palace pond and garden parterre were completed and in later years aviaries for breeding pheasants followed. The baroque garden layout was probably finished by 1719 and remained intact until the beginning of the 19th Century.
Under the government general of the Russian prince Repnin-Wolkonski, a special authority was formed to care for the park which had been devastated by the battles of 1813. And the garden was opened to the public.
Responsible for the designs of Bürgerwiese and Zoological Garden as part of a comprehensive design scheme was landscape architect Lenne. This design also contamed ideas of the garden's director Bouche. The underlying baroque scheme was preserved, in spite of generous transformations in various areas. The combination of public access to the garden and horticultural shows raised the garden's profile throughout Europe in the 19th and 20th Century. But by the end of second World War bombing raides had brought devastation to the garden, its buildings and sculptures. Elaborate refurbishing measures allow the old splendourto shine through yet again. New additions such äs the park railway, an open air stage and puppet theatre enhance the appeal of the garden as a recreational facility for visitors from in and around Dresden.